
Engin Eroglu: „Wer regionale Lebensmittel will, muss auch den Menschen eine Perspektive geben, die sie erzeugen.“
Die schwierige Zuckerrübenernte in Hessen zeigt, unter welchem Druck die heimische Landwirtschaft steht. Trockenheit, Schädlinge und wirtschaftliche Unsicherheit belasten die Betriebe. Wenn Landwirte ihre Produktion aufgeben müssen, geht es nicht nur um einzelne Unternehmen, sondern auch um regionale Wertschöpfung und die Zukunft ländlicher Räume.
Engin Eroglu, Mitglied des Europäischen Parlaments und Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen, fordert deshalb verlässliche Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Familienbetriebe.
„Wir können nicht einerseits regionale Lebensmittel und Versorgungssicherheit fordern und andererseits hinnehmen, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe ihre Zukunft infrage stellen müssen. Wer unsere Landwirtschaft erhalten will, muss den Menschen, die sie betreiben, auch wirtschaftliche Perspektiven ermöglichen“, erklärt Eroglu.
Aus Sicht der FREIE WÄHLER Hessen müssen die Folgen von Wetterextremen ernst genommen werden. Dazu gehören praxistaugliche Möglichkeiten zur Anpassung an veränderte Bedingungen, eine verlässliche Wasserinfrastruktur und eine Agrarpolitik, die wirtschaftliche Realität und Versorgungssicherheit berücksichtigt.
Zugleich brauche es einen sachlichen Umgang mit neuen Anforderungen. Landwirtschaftliche Betriebe müssten wirtschaftlich arbeiten können, ohne durch unnötige Bürokratie und schwer kalkulierbare Vorgaben zusätzlich belastet zu werden.
„Unsere Landwirte brauchen keine Sonntagsreden, sondern verlässliche Entscheidungen. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Erzeugung regionaler Lebensmittel auch in Zukunft lohnt. Landwirtschaft ist Wirtschaft, Verantwortung für unsere Heimat und ein wichtiger Teil unserer Versorgungssicherheit“, so Eroglu.
Die FREIE WÄHLER Hessen sprechen sich dafür aus, die Erfahrungen der betroffenen Betriebe stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen und konkrete Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Landwirtschaft zu prüfen.
„Wer unsere Heimat erhalten will, muss auch ihre landwirtschaftlichen Betriebe erhalten. Wir brauchen eine Politik, die zuhört, praktikable Lösungen ermöglicht und den Menschen vor Ort eine Zukunft gibt“, erklärt Eroglu abschließend.
